„Meine Handpan klingt noch nicht gut“ – was dir hilft, einen klaren Klang zu erzeugen

Gerade am Anfang klingt die Handpan oft anders, als man es sich vorgestellt hat. Manche Töne wirken dumpf, andere hart oder metallisch, und häufig funktioniert eine Hand deutlich besser als die andere. Das ist völlig normal und liegt nicht am Instrument, denn beim Anschlag müssen Treffpunkt, Bewegung und Lockerheit erst zusammenfinden.

Lockerheit statt Kraft

Ein typischer Impuls ist es zu versuchen, einen besseren Klang durch mehr Kraft zu erzeugen. Meist wird der Ton dadurch jedoch nur härter. Für einen klaren Klang reicht eine kleine, lockere Bewegung aus. Entscheidend ist, dass der Finger das Tonfeld nur kurz berührt und sich anschließend direkt wieder davon löst, damit es frei schwingen kann.

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, kannst du dein Handgelenk mit der anderen Hand festhalten und die Finger locker nach unten hängen lassen. Dieses weiche Gefühl solltest du beim Spielen möglichst beibehalten. Auch Schultern und Handgelenke dürfen entspannt bleiben.

Auf das Wegziehen konzentrieren

In unserem Alltag brauchen wir ganz selten eine Bewegung, bei der wir die Hand schnell von etwas wegziehen. Das machen wir höchstens an einer heißen Herdplatte oder einem Weidezaun. Genau diese Bewegung ist es aber, auf die es ankommt.

Konzentriere dich also beim Anschlag ganz bewusst nicht darauf, deine Hand zum Tonfeld hin zu bewegen, sondern sie wegzuziehen. Übertreibe dabei ruhig die Bewegung auch. Beginne die Bewegung mit der Hand nah am Tonfeld. Du gibst dann nur einen kleinen Impuls aus dem Handgelenk und ziehst die Hand schnell wieder weg.

Genau Hinhören und Anpassen

Nimm dir anschließend ein einzelnes Tonfeld vor und spiele es langsam abwechselnd mit rechts und links. Lass zwischen den Anschlägen etwas Zeit und höre darauf, wann der Ton rund und frei klingt. Dabei kannst du ausprobieren, ob ein anderer Winkel, ein etwas veränderter Treffpunkt oder weniger Kraft den Klang verbessert.

Dass eine Hand unsicherer ist, gehört ebenfalls dazu. Statt sie zu vermeiden, kannst du ihr einfache Aufgaben geben und für kurze Zeit nur einzelne Töne mit dieser Hand spielen. Schon wenige konzentrierte Minuten helfen mehr als langes Üben mit verkrampfter Bewegung.

Mit der Zeit entwickelt sich der Anschlag fast nebenbei. Deine Hände merken sich die passende Bewegung, während dein Ohr immer besser erkennt, was dem Klang guttut. Wichtig ist vor allem, langsam zu spielen und nicht zu versuchen, den Ton zu erzwingen

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